Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Überschrift
Überschrift

Bei den Parlamentswahlen am 15. Mai 1949 geht die MDP siegreich hervor. Das neue Parlament verabschiedet eine neue Verfassung, die der sowjetischen aus dem Jahr 1936 nachempfunden ist. Darin ist die führende Rolle der Partei festgeschrieben.
Am 20. August 1949 wird die Volksrepublik Ungarn ausgerufen.

Alle Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten werden verstaatlicht und der Übergang zur Planwirtschaft vorangetrieben.

Im Wesentlichen ist 1949 der Transformationsprozess Ungarns abgeschlossen.


Eheleute Rákosi bei der Wahl | Quelle: Institute for the History of the 1956 Hungarian Revolution

Schrittweise wird das Mehrparteiensystem abgeschafft und die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Auch in Ungarn kommt es zu Schauprozessen gegen Andersdenkende.

Kardinal Józef Mindszenty ist eines der prominentesten Opfer der Schauprozesse im Jahr 1949. Hintergrund des Konflikts ist die Verstaatlichung von privaten und konfessionell geführten Schulen. Mindszenty protestiert dagegen und wird in einem viel beachteten Schauprozess zu lebenslanger Haft verurteilt.

Im Zuge des Aufstandes 1956 wird er befreit. In einer Ansprache am 3.11.1956 fordert er freie Wahlen, Rechtsstaatlichkeit und Demokratiesierung.

Mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen einen Tag später flieht er in die amerikanische Botschaft. Hier bleibt er für die nächsten 15 Jahre bis er 1971 amnestiert wird und das Land verlassen kann.

77jährig stirbt Kardinal Józef Mindszenty 1975 im Wiener Exil.

 

Themenblock Ungarn

„Es gibt keinen Dritten Weg“

Auch in der DDR nähren der 20. Parteitag der KPdSU mit seiner Verurteilung Stalins sowie die Situation in Polen Hoffnungen auf eine neue Politik. Innerhalb der SED sorgen diese Offenbarungen für Unsicherheit.

Autos, Jeans und heiße Scheiben

Der Ausdruck „Gulaschkommunismus“ geht auf Nikita Chruschtschow zurück und meint die Aufhebung der Stalin-Doktrin vom Primat der Schwer- und Stahlindustrie in der sozialistischen Wirtschaftpolitik.

Antipolitik

Der ungarische Essayist und Schriftsteller György Konrád fordert 1984 in seinem Buch „Antipolitika“ eine geistig-politische Neuorientierung, um der Kriegsgefahr im hochgerüsteten Europa zu begegnen.

Stimmungs- und Protestparometer

Ungarn beginnt am 2. Mai 1989, seine Grenze nach Österreich abzubauen. Am 12. Juni wird der ungarische Beitritt zur Genfer Flüchtlingskonvention rechtswirksam.

Der berühmte letzte Tropfen

Am 11. September sei Hartmut Ferworn, Koch der Mitropa - dem Serviceunternehmen der Deutschen Reichsbahn, bei seinem Aufenthalt in Budapest durch eine Mentholzigarette betäubt worden.


Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Diese Cookies sind essenziell für den Betrieb der Seite. Dabei handelt es sich um sogenannte Session-Cookies und ein Cookie, das Ihre Cookie-Einstellungen speichert. Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.