Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Selbstaussagen aus der DDR – Eine Interviewsammlung des (West-)Journalisten Peter Wensierski

In einem streng reglementierten Leben, was von der SED gewollt aber auch von weiten Teilen der DDR-Gesellschaft unterstützt wird, suchen seit Ende der 1970er Jahre vor allem Jugendliche nach Formen eines selbstbestimmten Lebens. Selbstbewusst nimmt man sich persönliche Freiheiten bzw. erobert den öffentlichen Raum zur Meinungsbildung. Ende der 1980er Jahre wird vielen oppositionellen Gruppen das Dach der Kirche zu eng und sie suchen nach.
Jung-sein in der DDR bedeutet nicht nur eine Auseinandersetzung mit der eigenen Elterngeneration sondern auch mit der Gründergeneration der DDR. Entweder man akzeptiert deren Ideologie und Propaganda oder stößt an Grenzen, die einen politischen Konflikt nach sich ziehen können.
Seit Ende der 1970er Jahre erlangte die evangelische Kirche eine besondere Rolle in der Gesellschaft. Sie stellte sich den Konflikten und bot einen ideologiefreien Raum. Damit wurden die Kirchen auch für Nicht-Christen interessant. Unter dem Dach der Kirche sammelten sich die verschiedensten Gruppen, um ihre Anliegen (z.B. Ökologie, Friedens- und Menschenrechtsfragen) zu artikulieren. Fortan agierte die Kirche in dem Spagat vom Auftrag der Verkündung durch die Amtskirche und der politischen Einmischung in die Gesellschaft durch ihre Mitglieder.
Sehr viele Gespräche beschäftigen sich mit der Frage wie es angesichts der immensen Probleme in der DDR mit dem Land weitergehen kann. Wie löst man die inneren Konflikte angesichts der Reformen im sozialistischen Lager und der Entwicklung moderner Gesellschaften hin zur Jahrhundertwende.

Peter Wensierski

Zur ausführlichen Biografie

Peter Wensierski wird 1954 in Heiligenhaus (Nordrhein-Westfalen) geboren. Während seiner Kindheit reist er gelegentlich zu Verwandten in ein ostdeutsches Dorf, aus dem seine Mutter stammt. Dort begegnet er der DDR-Alltagswelt, was er als eine Art Zeitreise in die Vergangenheit empfindet. Später ist die DDR kaum noch in seinem Blickfeld, auch die Reisen nach Ostdeutschland finden nicht mehr statt.

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