Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Ungarn vollzieht eine Entwicklung vom „besten Schüler Stalins“ zum Vorreiter der Liberalisierung im Ostblock.
Traumatisch ist die Niederschlagung der ungarischen Revolution 1956. In der Folge versucht die kommunistische Partei, die Ursachen der Unzufriedenheit durch Konsum auszugleichen. Das führt zum sogenannten „Gulaschkommunismus“. Die Forcierung individueller ökonomischer Interessen entpolitisiert die Bevölkerung. Gleichzeitig werden die entstehenden westlichen Kauflandschaften für DDR-Touristen zum „Schaufenster“ und wecken materielle Begehrlichkeiten.
Ungarische Verwaltungseliten vollführen unter dem Druck der wirtschaftlichen Misere und der demokratischen Opposition einen evolutionären Systemwechsel – bis hin zum Fall des „Eisernen Vorhangs“.

Dieses „Loch“ führt im Sommer 1989 zu einer Massenflucht von DDR-Bürgern in die Bundesrepublik.

Themenblock Ungarn

„Es gibt keinen Dritten Weg“

Auch in der DDR nähren der 20. Parteitag der KPdSU mit seiner Verurteilung Stalins sowie die Situation in Polen Hoffnungen auf eine neue Politik. Innerhalb der SED sorgen diese Offenbarungen für Unsicherheit.

Autos, Jeans und heiße Scheiben

Der Ausdruck „Gulaschkommunismus“ geht auf Nikita Chruschtschow zurück und meint die Aufhebung der Stalin-Doktrin vom Primat der Schwer- und Stahlindustrie in der sozialistischen Wirtschaftpolitik.

Antipolitik

Der ungarische Essayist und Schriftsteller György Konrád fordert 1984 in seinem Buch „Antipolitika“ eine geistig-politische Neuorientierung, um der Kriegsgefahr im hochgerüsteten Europa zu begegnen.

Stimmungs- und Protestparometer

Ungarn beginnt am 2. Mai 1989, seine Grenze nach Österreich abzubauen. Am 12. Juni wird der ungarische Beitritt zur Genfer Flüchtlingskonvention rechtswirksam.

Der berühmte letzte Tropfen

Am 11. September sei Hartmut Ferworn, Koch der Mitropa - dem Serviceunternehmen der Deutschen Reichsbahn, bei seinem Aufenthalt in Budapest durch eine Mentholzigarette betäubt worden.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.