Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges wird die Sowjetunion zur Großmacht. Ostmitteleuropa, große Teile Südosteuropas und auch ein Teil Deutschlands gehören zu ihrem Machtbereich. In allen diesen Staaten und Gebieten etabliert die Sowjetregierung innerhalb von etwa drei Jahren Satellitenregime nach ihrem Vorbild.
In Ostdeutschland ist sie mit Hilfe loyaler Institutionen mehrere Jahre die Ordnungsmacht. Die Präsenz des sowjetischen Militärs verdeutlicht tagtäglich die Abhängigkeit der DDR vom „Großen Bruder“. Diese Abhängigkeit wird mit der sowjetischen Reformpolitik Mitte der 1980er Jahre zur Hoffnung für das eigene Leben. Doch die Staats- und Parteiführung in der DDR verweigert sich den Zeichen der Zeit. Jetzt postuliert die SED die staatliche Souveränität gegenüber der Sowjetunion. Ungewollt befördert sie damit einen sich immer stärker artikulierenden Protest.

Themenblock Sowjetunion

„Von der Sowjetunion lernen ...“

Stalinismus meint die Herrschaftsausübung der durch Stalin kultivierten Strukturen des Machterhalts und Machtausbaus. Reale und vor allem eingebildete politische Gegnerschaft bedeutet deren physische Vernichtung.

"... heißt siegen lernen“

Als Mitte der 1980er Jahre durch Gorbatschows Glasnost-Politik in der Sowjetunion ein liberaleres Klima entsteht, werden auch in der DDR Hoffnungen wach. Schließlich folgte die SED dem „Großen Bruder“ bisher wie ein Schatten.

„Ein Akt von Selbstbehauptung“

Das Wort hat seinen Ausgang in der Sowjetunion der 1940er Jahre, als der Dichter Nikolai Glaskow seine Gedichte als handgeschriebene Exemplare unter dem Namen „Samsebjaisdat“ (Sich-selbst-Verlag) herausgibt.

Katalysator Tschernobyl

Am 26. April 1986 explodiert Block 4 des Kernkraftwerkes Tschernobyl (Ukraine). Die nukleare Katastrophe löst weltweit einen Schock aus und stellt die Nutzung der Atomenergie generell in Frage.

„Unerkannt durch Freundesland“

Das Bedürfnis zu reisen, ist auch in der DDR sehr groß. Seit den 1970er Jahren nutzen immer mehr Abenteurer und Bergsteiger die Schwächen der Bürokratie aus, um den kleinen „legalen“ Reisehorizont zu erweitern und in die große Sowjetunion zu kommen.


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