Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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Außenministerkonferenz in Genf

Überschrift
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Sowjetisches Staatsfernsehen: „Liquidierung des Besatzungsregimes in Westberlin“

In zwei Sitzungsrunden (11.5.-20.6.1959 und 13.7.-5.8.1959) versuchen die Alliierten, die Deutschland- und insbesondere die Berlinfrage zu lösen. Erstmals sitzen auch Vertreter beider deutscher Staaten als Beobachter mit am Tisch. (Quelle: net-film)

 

Dem vorausgegangen ist ein Ultimatum Chruschtschows, wonach Gesamtberlin eine freie entmilitarisierte Stadt (Aufhebung des Vier-Mächte-Status) sein solle. Anderenfalls würde man der DDR die Hoheit über die Zufahrtswege überlassen und ihr einseitig die Souveränität zugestehen. Ziel Chruschtschows ist es, die paradoxe Situation der westlichen Enklave (Westberlin) im sowjetischen Einflussbereich, zu seinen Gunsten zu lösen.
Einigen kann man sich nicht. Der amerikanische Plan, Friedensverhandlungen erst mit einem auf der Grundlage freier Wahlen geeinten Deutschland aufzunehmen, scheitert an den sowjetischen Vorstellungen eines sozialistischen Gesamtdeutschlands. So unüberbrückbar die Differenzen sind, allein die in Aussicht gestellte Gesprächsbereitschaft verhindert zunächst militärische Konsequenzen.

Diese gescheiterte Konferenz ist bis zu den „2+4“ Verhandlungen 1990 der letzte Versuch der ehemals Alliierten, eine Lösung der Deutschlandfrage zu verhandeln.

 

Mittelstreckenraketen in der DDR

Militärparade in Moskau, 1. 5.1960 | Quelle archive.orgChruschtschow hat seine Absicht nicht nur verbal untermauert. Die Sowjetunion beginnt im April 1959 mit der Stationierung von 12 atomaren Mittelstreckenraketen in der DDR – der erste Standort im Ausland. Die Raketen sind auf Großbritannien und Frankreich gerichtet. Weder das DDR-Militär noch die DDR-Führung sind über die Vorgänge bei Fürstenberg und Vogelsang (Brandenburg) informiert. Im Herbst 1959 werden die Raketen jedoch wieder abgezogen und nach Kaliningrad verlegt.

Themenblock Sowjetunion

„Von der Sowjetunion lernen ...“

Stalinismus meint die Herrschaftsausübung der durch Stalin kultivierten Strukturen des Machterhalts und Machtausbaus. Reale und vor allem eingebildete politische Gegnerschaft bedeutet deren physische Vernichtung.

"... heißt siegen lernen“

Als Mitte der 1980er Jahre durch Gorbatschows Glasnost-Politik in der Sowjetunion ein liberaleres Klima entsteht, werden auch in der DDR Hoffnungen wach. Schließlich folgte die SED dem „Großen Bruder“ bisher wie ein Schatten.

„Ein Akt von Selbstbehauptung“

Das Wort hat seinen Ausgang in der Sowjetunion der 1940er Jahre, als der Dichter Nikolai Glaskow seine Gedichte als handgeschriebene Exemplare unter dem Namen „Samsebjaisdat“ (Sich-selbst-Verlag) herausgibt.

Katalysator Tschernobyl

Am 26. April 1986 explodiert Block 4 des Kernkraftwerkes Tschernobyl (Ukraine). Die nukleare Katastrophe löst weltweit einen Schock aus und stellt die Nutzung der Atomenergie generell in Frage.

„Unerkannt durch Freundesland“

Das Bedürfnis zu reisen, ist auch in der DDR sehr groß. Seit den 1970er Jahren nutzen immer mehr Abenteurer und Bergsteiger die Schwächen der Bürokratie aus, um den kleinen „legalen“ Reisehorizont zu erweitern und in die große Sowjetunion zu kommen.


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