Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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Die Luft für Ceauşescu wird immer dünner. Nachdem die westlichen Staaten ihn ignorieren, bleiben ihm nur noch die „alten“ Verbündeten. Mit demonstrativen Solidaritätsbekundungen stützt man sich gegenseitig in der Wahrnehmung der Wirklichkeit. So wird Ceauşescu anlässlich seines 70. Geburtstages im Januar 1988 die höchste Auszeichnung der DDR verliehen, der Karl-Marx-Orden.


Tagung des Warschauer Pakts im Mai 1987. V.l.: Gustáv Husak (ČSSR), Todor Shiwkow (Bulgarien), Erich Honecker (DDR), Michail Gorbatschow (Sowjetunion), Nicolae Ceauşescu (Rumänien), Wojciech Jaruzelski (Polen) und Janos Kadar (Ungarn) | Quelle: Bundesarchiv

 

PDF Download: Appell der Gewerkschaft Libertate. Bild: subjug/iStockphoto„Abschaffung der gegenwärtigen Hungersituation“
Im Mai 1988 gründen verschiedene Oppositionelle die illegale Gewerkschaft „Libertatea“ (Freiheit). Bereits einen Monat später richten sie einen Appell an die KZSE-Nachfolgekonferenz in Wien und machen damit die katastrophalen Zustände für Europa öffentlich.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft

 

Im Juni demonstrierten 40.000 Menschen in Budapest und solidarisieren sich mit der ungarischen Minderheit in Rumänien.Im Frühjahr 1988 nennt Ceauşescu erstmals konkrete Zahlen seines „Systematisierungsprogramms“. Demnach sollen bis zum Jahr 2000 die Hälfte aller ca. 13.000 Dörfer beseitigt sein. Es kommt zu Protesten aus ganz Europa. Im Juni demonstrierten 40.000 Menschen in Budapest und solidarisieren sich mit der ungarischen Minderheit in Rumänien.

 

Themenblock Rumänien

„Wie starb eigentlich John F. Kennedy?“

Der Personenkult in Rumänien gehört zu den exzessivsten im gesamten Ostblock. Lesen Sie hier mehr über "Ceauşescu, Partei, Vaterland".

„Das ist real existierender Sozialismus“

Im November 1988 erteilt die SED den Reformbedürfnissen der DDR-Bevölkerung eine klare Absage und überreicht die höchste DDR-Auszeichnung, den Karl-Marx-Orden, an den rumänischen Diktator.

Hilfe heißt Protest

Ende der 1980er Jahre mangelt es nicht an Versuchen der DDR-Führung, ihre Haltung gegenüber Rumänien zu rechtfertigen. Die SED schickt Korrespondenten nach Rumänien, die auf ihren Reisen zu ganz anderen Eindrücken kommen.

„Das hätte auch uns passieren können“

Innerhalb von 11 Tagen befreit sich das rumänische Volk von seinem Despoten. Doch dabei verlieren etwa 1.100 Menschen ihr Leben und 3.350 werden verletzt.

„Helpaction for Romania“

Auch nach der Revolution finden sich immer wieder Menschen die Hilfstransporte nach Rumänien organisieren. Anfang 1990 können sie dabei noch auf einen breiten gesellschaftlichen Konsens zur Solidarität bauen.


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