Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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Die zuvor gelockerte Isolation dem Ausland gegenüber wird wieder verschärft. Die Bewegungsfreiheit von Ausländern in Rumänien wird stark eingeschränkt. Rumänische Staatsbürger müssen jeden Kontakt mit Ausländern der Polizei melden und es herrscht ein strenges Verbot für Privatpersonen, Devisen zu besitzen.


Am 29. April 1974 lässt Ceauşescu sich zum Staatspräsidenten ernennen, dessen Dekrete Gesetzeskraft haben. | Quelle: Fototeca online a comunismului românesc

Von weitreichender Bedeutung ist das bereits 1972 beschlossene „Systematisierungsprogramm“, das die Zerstörung kleinerer Dörfer und Ortschaften und die Umsiedlung ihrer Bewohner in „agro-industrielle“ Zentren vorsieht. Jetzt, 1974, wird dieser Plan per Gesetz bestätigt.
Betroffen sind nicht nur Dörfer. Auch in den Städten werden die alten Strukturen zerstört, um sie durch neue sozialistische Wohnviertel zu ersetzen. Von den 13.000 Dörfern Rumäniens sollen 5.000 bis 7.000 verschwinden. Die Zerstörung sozialer Strukturen und die Konzentration der Bevölkerung in Wohnzentren ermöglicht auch eine effektivere Kontrolle für die Securitate.


Das Systematisierungsprogramm rief erst Ende der 1980er Jahre vielfach Proteste im In- und Ausland hervor. | Quelle: Fototeca online a comunismului românesc

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Themenblock Rumänien

„Wie starb eigentlich John F. Kennedy?“

Der Personenkult in Rumänien gehört zu den exzessivsten im gesamten Ostblock. Lesen Sie hier mehr über "Ceauşescu, Partei, Vaterland".

„Das ist real existierender Sozialismus“

Im November 1988 erteilt die SED den Reformbedürfnissen der DDR-Bevölkerung eine klare Absage und überreicht die höchste DDR-Auszeichnung, den Karl-Marx-Orden, an den rumänischen Diktator.

Hilfe heißt Protest

Ende der 1980er Jahre mangelt es nicht an Versuchen der DDR-Führung, ihre Haltung gegenüber Rumänien zu rechtfertigen. Die SED schickt Korrespondenten nach Rumänien, die auf ihren Reisen zu ganz anderen Eindrücken kommen.

„Das hätte auch uns passieren können“

Innerhalb von 11 Tagen befreit sich das rumänische Volk von seinem Despoten. Doch dabei verlieren etwa 1.100 Menschen ihr Leben und 3.350 werden verletzt.

„Helpaction for Romania“

Auch nach der Revolution finden sich immer wieder Menschen die Hilfstransporte nach Rumänien organisieren. Anfang 1990 können sie dabei noch auf einen breiten gesellschaftlichen Konsens zur Solidarität bauen.


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