Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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Am 23. Oktober beginnt der Volksaufstand im Nachbarland Ungarn. Drei Tage später überschreiten die in Rumänien stationierten sowjetischen Truppen als erste die ungarische Grenze, um dort die Präsenz der Sowjetunion zu stärken.

Die Ereignisse in Ungarn greifen auf Rumänien über, wo als ethnische Minderheit viele Ungarn leben (Banat). Es kommt am 30./31. Oktober zu Solidaritätsbekundungen mit dem Nachbarland. Parolen wie „Hände weg von Ungarn“ werden skandiert. In erster Linie sind es Studenten aus Cluj und Timişoara, die protestieren. Ihr Protest zielt auf die Zustände im eigenen Land. Neben sozialen Forderungen soll auch das sowjetische Militär das Land verlassen.

foto-1956 Auf Weisung Chruschtschows wird der ungarische Ministerpräsident und Hoffnungsträger Imre Nagy nach Bukarest gebracht und inhaftiert. Ceauşescu leitet die Aktion. Er ist zu diesem Zeitpunkt Sekretär des Zentralkomitees für Organisationsfragen.

Nach der Niederschlagung des ungarischen Aufstandes geht die rumänische Diktatur gegen die Widerständler im eigenen Land vor. 2.500 Studenten werden verhaftet, vier von ihnen zum Tode verurteilt und die übrigen mit langjährigen Haftstrafen oder lebenslanger Zwangsarbeit belegt.

 

Themenblock Rumänien

„Wie starb eigentlich John F. Kennedy?“

Der Personenkult in Rumänien gehört zu den exzessivsten im gesamten Ostblock. Lesen Sie hier mehr über "Ceauşescu, Partei, Vaterland".

„Das ist real existierender Sozialismus“

Im November 1988 erteilt die SED den Reformbedürfnissen der DDR-Bevölkerung eine klare Absage und überreicht die höchste DDR-Auszeichnung, den Karl-Marx-Orden, an den rumänischen Diktator.

Hilfe heißt Protest

Ende der 1980er Jahre mangelt es nicht an Versuchen der DDR-Führung, ihre Haltung gegenüber Rumänien zu rechtfertigen. Die SED schickt Korrespondenten nach Rumänien, die auf ihren Reisen zu ganz anderen Eindrücken kommen.

„Das hätte auch uns passieren können“

Innerhalb von 11 Tagen befreit sich das rumänische Volk von seinem Despoten. Doch dabei verlieren etwa 1.100 Menschen ihr Leben und 3.350 werden verletzt.

„Helpaction for Romania“

Auch nach der Revolution finden sich immer wieder Menschen die Hilfstransporte nach Rumänien organisieren. Anfang 1990 können sie dabei noch auf einen breiten gesellschaftlichen Konsens zur Solidarität bauen.


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