Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

StolpersteineDas nachbarschaftliche Zusammenleben war bis 1933 nahezu intakt, aber auf einmal war die Nachbarwohnung leer, waren die Nachbarn weg, Möbel und Einrichtungsgegenstände wurden abgeholt und niemand will etwas gewusst haben?
Das bleibt für den Kölner Aktionskünstler Gunter Demnig unbegreiflich und dieses Unbegreifbare ist sein Antrieb, die Erinnerung nicht verlöschen zu lassen.
STOLPERSTEINE sollen die Schicksale von Juden, Sinti und Roma, politisch und konfessionell Verfolgten, Homosexuellen, Euthanasieopfern wieder ins Gedächtnis rufen und wach halten.
Die Form, die Gunter Demnig dabei wählt, ist ein sehr individuelles Gedenken: Es werden die ehemaligen Adressen von ermordeten Menschen recherchiert. In den Gehwegen vor deren Wohnhäuser werden die Stolpersteine ebenerdig eingesetzt.

Am 15. Juni 2005 verabschiedete der Stadtrat einen Beschluss, dass sich Leipzig an dem bundesweiten Erinnerungsprojekt an die Naziopfer beteiligt. Mit der organisatorischen Umsetzung sollte ein Verein beauftragt werden. Es folgten Beratungsgespräche zwischen der Stadt und verschiedenen Vereinen. Im Ergebnis wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Um einen Ansprechpartner zu haben, hat die Stadt uns mit der Koordination beauftragt.

Information über die in Leipzig verlegten Stolpersteine finden Sie unter www.stolpersteine-leipzig.de

 

Die geplante Verlegung neuer Stolpersteine im November wurde durch die Entwicklung der Corona-Pandemie abgesagt.

Nähere Informationen werden folgen.

In Leipzig liegen bisher 570 Stolpersteine an 202 Orten.

 

 

Stolperstein Guide Stolperstein-Guide für mobile Endgeräte

Sie "stolpern" über einen der goldenen Steine und wollen mehr über das Schicksal wissen? Installieren Sie die App kostenlos auf Ihrem Smartphone oder Tablet und entdecken Sie die Geschichte da, wo sie geschehen ist. Neben Leipzig können Sie sich in 80 weiteren Städten orientieren.

 

 

StolpersteinAusstellung 200
roll-up Ausstellung

Zur Begleitung des Projektes gibt es eine Wanderausstellung. Sie besteht aus acht roll-ups und kann kostenlos ausgeliehen werden.

Inhaltlich wird das Projekt vorgestellt und sieben Schicksale in Bezug zu den Herrschaftspraktiken der Nationalsozialisten gesetzt. Damit wird das Besondere des Individuellen zum dramatischen Beispiel einer Massenerscheinung.

Mehr Informationen zur Ausstellung Stolpersteine finden Sie hier.

 


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