Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Das Christliche Umweltseminar Rötha (CUR) ist eine Umweltgruppe, die sich 1982 gründete, um sich für die Behebung der ökologischen Missstände in der DDR, insbesondere in Espenhain, zu engagieren. Im Juni 1983 hielt das CUR in Mölbis den 1. Umweltgottesdienst ab, der - wie auch die nachfolgenden - unter dem Motto „Unsere Zukunft hat schon begonnen“ stand. Mit der 1987 gestarteten DDR-weiten Aktion „1 Mark für Espenhain“ machte das CUR auch überregional auf die katastrophale Umweltverschmutzung im Südraum von Leipzig aufmerksam. Fast 100.000 Unterschriften und ebensoviel Geld kamen mit dieser Aktion zusammen. Bis heute ist das CUR als eingetragener Verein an der Umgestaltung des Braunkohlereviers im Süden von Leipzig beteiligt.

Mit dem Bestand des CUR ist eine wichtige historische Sammlung einer Oppositionsgruppe aus dem ehemaligen Bezirk Leipzig, die darüber hinaus DDR-weit aktiv war, digitalisiert und wissenschaftlich unter der Signatur KBO 03 Steinbach/CURöth erschlossen. Er bietet eine einmalige – und über mehr als eine Dekade rekonstruierbare – Darstellung von Umweltschutzaktivitäten, Widerstands- und Oppositionsgeschichte innerhalb der DDR. Der Dokumenten- und Bibliotheksbestand wurde 2016 von Walter Christian Steinbach übergeben. Diesen Bestand ergänzen zahlreiche Fotos von Brigitte Steinbach. Die Bestandsgliederung und weitere Informationen finden Sie hier.

2017 wurde die persönliche Sammlung von Wieland Zumpe - Gründer und ehemaliger Geschäftsführer des Wissenschaftszentrums Leipzig e.V. - dem Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. übergeben. W. Zumpe war und ist in vielen Bereichen der Geschichtsaufarbeitung und -vermittlung in Leipzig aktiv. So war er einer der Erstunterzeichner des Apells „Pro Leipzig" und erster Vorsitzender des Bürgervereins Musikviertel e.V. (1990-1997). Bis heute ist er Mitglied im Paulinerverein, einer Bürgerinitiative zum Wiederaufbau von Universitätskirche und Augusteum in Leipzig. Nähere Informationen zum Bestand erhalten Sie hier ...

Im Jahr 2017 wurde von Magdalena Güthert die persönliche Sammlung ihres verstorbenen Mannes an das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.  übergeben. Dieser begann im Herbst 1989, Dokumente zur beginnenden Demokratisierung im eigenen Land zu sammeln. Der Bestand wurde 2018 - finanziert durch Projektmittel der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur - erschlossen und in die Personenbezogenen Sammlungen des ABL integriert. Nähere Informationen zum Bestand finden Sie hier

Oliver Kloß gehörte in den 1980er Jahren zur Bürgerrechtsbewegung in der DDR, engagierte sich insbesondere in der Friedensbewegung und war 1986 Mitbegründer der Arbeitsgruppe Menschenrechte in Leipzig. Später trat er der Initiative Frieden und Menschenrechte (IFM) bei und war ab Ende 1990 Landesgeschäftsführer der IFM Sachsen und Mitbegründer der Listenvereinigung Bündnis 90/Die Grünen. Zudem war er Mitglied des Neuen Forums und als Vertreter der Bürgerrechtsorganisation am Runden Tisch der Stadt Leipzig beteiligt. Sein Vorlass wurde 2018 - finanziert durch Projektmittel der Bundesstiftung Aufarbeitung - in den Dokumentenbestand des ABL integriert. Nähere Informationen zum Bestand finden Sie hier ...

Die Dokumente von Andreas Müller (Personenbezogene Sammlungen, Signatur 50.003 Sammlung Andreas Müller) wurde 2017 mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erschlossen und steht nun allen NutzerInnen zur Verfügung. Dabei handelt es sich vor allem um Materialien des Arbeitskreises Ökumene und Gerechtigkeit, des Neuen Forum, des Demokratischen Aufbruch (DA), der SDP/SPD aus den Jahren 1989/1990 sowie Unterlagen der INKOTA-Bewegung und des Runden Tisches der Stadt Leipzig. Details zur Sammlung finden Sie hier.

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