Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Die Dokumente von Andreas Müller (Personenbezogene Sammlungen, Signatur 50.003 Sammlung Andreas Müller) wurde 2017 mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erschlossen und steht nun allen NutzerInnen zur Verfügung. Dabei handelt es sich vor allem um Materialien des Arbeitskreises Ökumene und Gerechtigkeit, des Neuen Forum, des Demokratischen Aufbruch (DA), der SDP/SPD aus den Jahren 1989/1990 sowie Unterlagen der INKOTA-Bewegung und des Runden Tisches der Stadt Leipzig. Details zur Sammlung finden Sie hier.

Ende 2014 wurde die persönliche Sammlung von Ingolf Sonntag, einem Gründungsmitglied der DSU, an das Archiv Bürgerbewegung e.V. übergeben. Sie umfasst die Zeit vom Herbst 1989, dokumentiert die Gründung der Partei DSU im Januar 1990 in Leipzig und deren Entwicklung bis zum Jahr 1997. Aber auch Unterlagen anderer politischer Gruppierungen und Parteien sowie Publikationen unterschiedlichster Art sind enthalten. Im Jahr 2016 konnte dieser Bestand mit Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung erschlossen werden und steht jetzt der Öffentlichkeit zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung. Eine detaillierte Bestandsübersicht erhalten Sie hier.

Abb.: Konvolut zur DSU aus dem Bestand "Personenbezogene Sammlungen 050.", der Bestandsgruppe "I. Sonntag / DSU 50.002."

In den letzten Jahren wurden diverse Materialien zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zur Aufbewahrung und Nutzung an das Archiv Bürgerbewegung Leipzig übergeben. In einem ersten Schritt wurde 2016 zunächst der Bestand "Initiative 9. Oktober" erschlossen, bestandssichernd aufbewahrt und für die Nutzung aufbereitet. 2018 konnten schließlich die Materialien zum "Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal" sowie die Unterlagen aus der Tätigkeit des Wissenschaftszentrums Leipzig e.V. erschlossen und in den Bestand Aufarbeitung eingepflegt werden. Eine Gliederung des Bestandes Aufarbeitung finden Sie hier …

Der "Initiative 9. Oktober" gehören vor allem Leipziger Bürger, Organisationen, Institutionen, Museen und andere Einrichtungen an, welche alle einen direkten Bezug zum Herbst 1989 haben. Inhaltlicher Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Leipziger Erinnerungskultur im Kontext der Friedlichen Revolution. Momentan ist sie die bestimmende Kraft für ein lebendiges Erinnern an 1989/90. Zentrales Datum ist dabei der 9. Oktober 1989, der so genannte „Tag der Entscheidung“. Seit 2007 gedenken Leipziger Bürger an diesem Datum mit einem Lichtfest der Friedlichen Revolution. Nähere Informationen und eine Bestandsübersicht "Initiative 9. Oktober" finden Sie hier.

Die Unterlagen zum Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal umfassen (derzeit) den Zeitraum 2000 bis 2017. Der Bestand dokumentiert die Arbeit und inhaltliche Auseinandersetzung der am Projekt beteiligten Akteure. Für die Forschung besonders interessant sind zudem die enthaltenen Gutachten, Konzeptionen, Anträge, Beschlüsse, Protokolle etc. aus unterschiedlichen Projektphasen, die den Entwicklungsprozess der Idee eines Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmals und ihre bis heute nicht realisierte Umsetzung dokumentieren. Hinzu kommen selbständige und unselbständige Publikationen zum Thema sowie eine Presseausschnittsammlung, die die mediale Wahrnehmung und öffentliche Diskussion um das geplante Denkmal widerspiegelt. Nähere Informationen und eine Bestandsübersicht "Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal" finden Sie hier.

Die Unterlagen zum Wissenschaftszentrum Leipzig Förderverein e.V. (WZL) beleuchten die ökonomischen Folgen der gesellschaftlichen Entwicklung Ostdeutschlands seit 1990. Aus der Wiedervereinigung sowie der vorangegangenen Wirtschafts- und Währungsunion resultierten die Transformation der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft und damit der weitgehende wirtschaftliche Zusammenbruch der neuen Bundesländer. Auch im Bereich der universitären Forschung wurden zahlreiche Stellen abgebaut, Wissenschaftler in die Arbeitslosigkeit entlassen. Diese Situation war Ausgangspunkt für die Gründung des Wissenschaftszentrums Leipzig am 10. Mai 1990 im Neuen Rathaus Leipzig. Ziel des gemeinnützigen Vereins, der bis 1997 bestand,  war die Wiederbelebung Leipziger Traditionen in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Handel und Kultur. Nähere Informationen und eine Bestandsübersicht "Wissenschaftszentrum Leipzig" finden Sie hier.

Die Materialien zur Aufarbeitung der SED-Diktatur können nur nach vorheriger Anmeldung (info@archiv-buergerbewegung oder Tel.: 0341 / 3065175) im Archiv eingesehen und für Forschungszwecke nachgenutzt werden.

 

 

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