Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig sammelt, bewahrt und erschließt seit 1991 Unterlagen, Fotos und Dokumente, die sich mit Opposition und Widerstand, speziell im ehemaligen Bezirk Leipzig, befassen. Die am häufigsten genutzten Bestandsgruppen 01. (Ereignisse) und 02. (Leipziger Oppositionsgruppen) dokumentieren den Zeitraum von 1982 - mit dem Anfang der Friedensgebete in der Nikolaikirche - bis Ende 1989/Frühjahr 1990. Sie enthalten viele einmalige Originale, die durch häufige Nutzung sehr stark abgegriffen sind. Zudem sind und werden Dokumente (gesamt oder in Teilen) immer schwieriger lesbar aufgrund der verblassenden DDR-Farbe, qualitativ minderwertigem Ormigpapier, holzschliffhaltigem Papier sowie extrem dünnen Durchschlagpapier u.v.a.m. Einige Dokumente mussten abgeschrieben werden.

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützte 2016 die Digitalisierung von rund 3.000 Dokumenten, um die von Zerfall bedrohten Originale dauerhaft zu sichern und der Nutzung zugänglich zu machen. Die digitalisierten Unterlagen können aus datenschutzrechtlichen Gründen an dieser Stelle nicht eingesehen werden. Eine Bestandsbeschreibung mit ausgewählten Dokumenten können Sie sich hier ansehen bzw. herunterladen. Nach Voranmeldung ist eine Recherche und die Einsichtnahme in die Archivalien im Archiv Bürgerbewegung Leipzig zu den Öffnungszeiten möglich.

Abb. links:  A-4-Plakat aus Anlass des Pleiße-Pilgerweges am 4. Juni 1989 (doku 01.019.004.) - Der so genannte 2. Pleißemarsch sollte auf die extreme Umweltverschmutzung in Leipzig, speziell auf den katastrophalen Zustand des Flusses "Pleiße" aufmerksam machen.

Quelle: ABL: Bestandsgruppe 01. -  Ereignisse - doku 01.019. - Pleißepilgerweg in Leipzig am 4.6.1989