Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Als Kooperationspartner eines spannenden Projektes möchten wir folgenden Aufruf öffentlich machen:

100 Jahre Frauenwahlrecht: „Gebt uns Eure Stimme!“ Leipzigerinnen für Interviews gesucht - Die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. sucht Leipzigerinnen im Alter von 16 bis 100+, die sich zum Thema Wahlen/Wahlrecht interviewen lassen möchten. Die Interviews werden ab Juli bis Dezember 2018 mit einem Podcast und bei Radio Blau öffentlich gemacht.

Was heißt eigentlich ‚demokratisch wählen‘? Vor 100 Jahren wurde in Deutschland das Frauenwahlrecht eingeführt. Zuvor waren Frauen faktisch von demokratischer Partizipation und Gleichberechtigung ausgeschlossen. Doch was bedeutet das Wahlrecht für Frauen heute? Diese Frage sollen Leipzigerinnen vor dem Hintergrund ihrer ganz eigenen Erfahrungen beantworten.

Die Zeitzeuginnen-Interviews dauern etwa 15 Minuten und finden im Rahmen des Projektes „Der lange Weg zur Demokratie für alle – 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“ statt. Die Interviews werden zusammen mit Hintergrundinformationen bis Ende Dezember 2018 als Podcast beim Leipziger Radio Blau und auf einer Website öffentlich gemacht unter www.hup-le.de/audiothek/

Anmeldung für interessierte Frauen per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0341-58 15 15 22 bzw. 0163-71 15 777. Hier der Zeitzeuginnen-Aufruf zum Download.

Das Papier "Entwicklungsperspektiven für das Areal der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig zwischen Dittrichring und Großer Fleischergasse" ist das Ergebnis eines intensiven Diskussionsprozesses eines zweistufigen Workshops im März 2017, an dem das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V., das Bürgerkomitee Leipzig e.V. - Träger der Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" mit dem Museum im Stasi-Bunker, der Bundesbeauftragte für die Unterlagen der Staatsicherheitsdienstes des ehemaligen DDR (BStU), das Schulmuseum Leipzig - Werkstatt für Schulgeschichte und die Stiftung Friedliche Revolution beteiligt waren.

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn möchte mit Unterstützung des Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung deshalb perspektivisch die mittelfristige Zusammenlegung der drei sächsischen Archive an diesem historischen Ort – dem Gelände der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staatssicherheit in Leipzig. Durch die synergetische Konzentration der drei sächsischen Archive der BStU im Erinnerungsverbund mit dem Bürgerkomitee Leipzig e.V., Träger der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ mit dem Museum im Stasi-Bunker, dem Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V., der Stiftung Friedliche Revolution und dem Schulmuseum - Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig - könnten neue Akzente gesetzt und Impulse für die historisch-kritische Beschäftigung mit den Diktaturen und den Formen der Gewaltherrschaft in Europa für die gesamte Bundesrepublik und darüber hinaus ins Ausland gegeben werden. Durch die Netzwerkbildung und die damit verbundene Bündelung historischer Quellen, Ausstellungen, Zeitzeugenberichte etc. könnte dieser Erinnerungs-, Forschungs- und Bildungsort weiterentwickelt werden.

Sie können sich das Papier hier ansehen oder downloaden. Es wurde am 27. April 2017 dem Leipziger Oberbürgermeister, Burkhard Jung, und den Fraktionsvorsitzenden übergeben (Medieninformation vom 28.04.2017).

 

Am Montag, den 2. Juli 2018 und am Freitag, den 6. Juli 2018 bleibt das Archiv Bürgerbewegung Leipzig ganztägig geschlossen.

Am 30. Mai 1968 wurde gegen den Protest vieler Leipziger, verschiedener Institutionen sowie Personen aus dem In- und Ausland die Leipziger Universitätskirche St. Pauli gesprengt. Anlässlich des 50. Jahrestages dieses Ereignisses zeigt das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. vom 26. Mai bis zum 4. Juni 2018 im Foyer des Augusteums der Universität Leipzig die aktualisierte Ausstellung:

„Die ganze action hat geprägt“
Die Sprengung der Universitätskirche in Leipzig 1968 - Erinnerungen von Zeitzeugen


Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Augusteums besichtigt werden:
Montag bis Freitag: 6.00 bis 22.00 Uhr
Samstag: 6.00 bis 15.00 Uhr

Zwei kostenlose öffentliche Führungen durch den Kurator Achim Beier vom Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. finden am Di, 29.05. und am Do, 31.05 jeweils um 17 Uhr statt.

Zur Ausstellung

am 6. Juni 2018, 19 Uhr in der Kinobar Prager Frühling (Bernhard-Göring-Str. 152, 04277 Leipzig)

Premiere des Kurzfilmes "Anzahl der Freiheitsgrade" (Deutschland 2018, 20 min) mit anschließendem Podiumsgespräch.

Katrin Büchel, Filmkünstlerin aus Berlin, musste in ihrer Jugend mehrere Einrichtungen der DDR-Jugendhilfe, u.a. den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau, durchlaufen. In ihrem Kurzfilm mit 3D-Animation verfremdet sie künstlerisch diese traumatischen Erfahrungen von Eingesperrtsein, Willkür und Zwang. Im Anschluss spricht sie als Zeitzeugin über ihre persönlichen Erfahrungen in DDR-Heimen, ihren ungebrochenen Freiheitsdrang und den Versuch, sich auch mit Hilfe der Kunst von der Opferrolle zu befreien. Ingolf Notzke von der Gedenkstätte GJWH Torgau rundet als Experte für allgemeine Fragen zum DDR-Heimerziehungssystem das Podium ab.

Moderation: Juliane Thieme, Archiv Bürgerbewegung Leipzig

Eintritt frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof (GJWH) Torgau und der Kinobar Prager Frühling.

Eröffnet wird die neue Wanderausstellung „Unsere Zukunft hat schon begonnen“ durch CUR-Gründer Walter Christian Steinbach, ehemaliger Regierungspräsident Leipzig-Westsachsen, am 7. Juni 2018, 17 Uhr im ehemaligen Stadtbüro des Oberbürgermeisters in der Katharinenstraße 2, 04109 Leipzig. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung übernimmt das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. offiziell das umfangreiche Archiv des Christlichen Umweltseminars Rötha, welches damit für die öffentliche Nutzung und der Forschung zur Verfügung steht.

Die Schau ist vom 8. Juni bis 23. Juni 2018, Montag bis Sonnabend von 10 bis 18 Uhr im Stadtbüro der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Wanderausstellung „Unsere Zukunft hat schon begonnen“ - Das christliche Umweltseminar Rötha und die Umgestaltung des Leipziger Südraums zeigt die verfehlte Umweltpolitik und die massive Zerstörung des Lebensraumes in der DDR. Am Beispiel der Braunkohleregion im Leipziger Südraum wird das Entstehen zivilgesellschaftlichen Engagements und Widerspruchs unter den Bedingungen der SED-Diktatur nachgezeichnet. Der jahrelange Protest des Christlichen Umweltseminars Rötha mündet nach der Friedlichen Revolution 1989 in ein wirtschaftliches, soziales und kulturelles Zukunftskonzept für eine geschundene Region. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte diesem Flyer.

Die Ausstellung wurde unterstützt und gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Zeitzeugeninterviews und Medienstation mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

Die Präsentation der Ausstellung in der Katharinenstr. 2 erfolgt in Kooperation mit dem Bürgerkomitee Leipzig e.V., Träger der Gedenkstätte Museum in der Runden Ecke und mit Unterstützung der Stadt Leipzig.

Die Chronisten und Zeitzeugin vom Frauengefängnis Hoheneck Ellen Thiemann ist verstorben - Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. hat ihren Nachlass übernommen.

Den Nachruf von Thomas Purschke können Sie hier lesen und herunterladen.

und Lesungen mit Peter Wensierski: Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution. Wie  eine Gruppe junger Leipziger die Rebellion in der DDR wagte – Das Buch erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Leute, die Ende der 1980er-Jahre in Leipzig für ein selbstbestimmtes Leben kämpften. Sie sind zwischen 17 und 25 Jahre alt und wollen, dass sich alles verändert. Sie leben in besetzten Wohnungen und treffen sich in den Hinterhöfen der heruntergekommenen Stadtteile Leipzigs. Sie streiten miteinander, verlieben sich und diskutieren. Aber am wichtigsten sind ihnen politische Aktionen, mit denen sie die Gefühle der Menschen erreichen können. Sie radikalisieren die Friedensgebete in der Nikolaikirche, bis sie den Platz und die Straßen davor erobern.

Sie können den Autoren Peter Wensierski für eine Lesung an Ihrer Schule buchen. Dabei tritt er jeweils mit einem Zeitzeugen auf, es werden originale Bild- und Tonaufnahmen eingespielt und es gibt Gelegenheit zur Diskussion. Nähere Informationen finden Sie hier.

Zur Terminansprache melden Sie sich direkt bei Frau Dr. Saskia Paul vom Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.

Sponsor der Lesereise ist der Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Um den neuen Anlauf für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig zu versachlichen, haben die Stiftung Friedliche Revolution und das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Gunter Weissgerber gebeten, eine Dokumentation zum Thema zu erarbeiten. Sie soll zugleich allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern helfen, sich über die Entstehung der Denkmalsidee und über die vielfältigen Diskussionen auf dem Weg ihrer Verwirklichung zu informieren.

Ab dem 18. Oktober 2017 kann diese Dokumentation auf den Internetseiten des Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. - unter dem Stichpunkt "Denk-Mal" und der Stiftung Friedliche Revolution (http://www.stiftung-fr.de) eingesehen und heruntergeladen werden. Die in der Dokumentation enthaltenden Briefe, E-Mails und Statements veranschaulichen in beeindruckender Weise das zähe Ringen um ein Denkmal in Leipzig, die Widerstände und das Scheitern.

Nähere Informationen finden Sie in dieser Pressemitteilung.

Am Montag, den 30. April 2018 und am Freitag, den 11. Mai 2018 bleibt das Archiv Bürgerbewegung Leipzig ganztägig geschlossen.

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